Im Verlauf der Saison 2018-2019 haben Sie vielleicht bemerkt, dass wir eine neue Metrik, genannt RevPASS, in unseren Reports ausgewiesen haben. Erstmals wurde sie in unserem wöchentlichen Marktübersicht-Report veröffentlicht. Nach der Saison werden zudem all unsere Skigebiets-Partner einen speziell für sie erstellten Saisonabschlussreport erhalten, in dem diese Kennzahl ebenfalls enthalten ist. Unser CEO Evan Reece erläutert diese Metrik und die Gesamt-Performance der Branche auch im Rahmen unseres Anreisetag-Programms auf der diesjährigen Tagung der National Ski Area Association am 29. April in San Diego.

Bevor wir uns mit der Entwicklung zu RevPASS und dessen Verwendung befassen, möchten wir kurz erläutern, welche Kennzahlen in der Vergangenheit zur Leistungsbewertung von Skigebieten herangezogen wurden. Die Skibranche hat sich in der Vergangenheit auf zwei Hauptkennzahlen konzentriert, um den Erfolg eines Skigebiets hinsichtlich des Saisonverlaufs zu beurteilen: die Skier Days (Ersteintritte) und der durchschnittliche/effektive Ticketpreis. Obwohl diese beiden Metriken sicherlich wichtig sind, ermöglichen Sie keine detaillierte Leistungsanalyse oder einen Vergleich zwischen Resorts unterschiedlicher Größe oder Saisonlänge. Ohne relative Messwerte ist es unmöglich, die Leistung eines Resorts im Verhältnis zu seinem Potenzial zu bewerten (welches von Top-Performer erreicht wurde).

Werfen wir einen kurzen Blick darauf, welche Kennzahlen andere Branchen zur Messung der relativen Leistung verwenden. Sowohl in der Hotel- als auch in der Luftfahrtbranche wurden relative Kennzahlen entwickelt, mit deren Hilfe die Betreiber die Leistung ihres Unternehmens messen und ihre Preis- und Vertriebsstrategien bewerten und optimieren können.

  • Hotel: Revenue Per Available Room (RevPAR, dt. Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität) – Berechnung durch die Multiplikation des durchschnittlichen täglichen Zimmerpreises eines Hotels mit dessen Belegungsgrad.
  • Luftverkehr: Revenue Per Available Seat Mile (RASM, dt. Ertrag pro verfügbarer Sitzmeile) – Berechnung durch Division des Betriebsertrags durch verfügbare Sitzmeilen. Allgemein gilt, je höher der RASM, desto rentabler ist die Fluggesellschaft.

Beide der oben genannten Kennzahlen bieten einen die Möglichkeit unterschiedliche Akteure innerhalb einer Branche zu vergleichen (unterschiedliche Hotels sowie verschiedene Airlines jeweils untereinander) Wie können wir nun also diese Kennzahlen auf die Skiindustrie übertragen? Die Antwort lautet RevPASS: Revenue per Available Skier Seat.


RevPASS = E-Commerce-Umsatz / (Förderleistung pro Stunde x Betriebstage)

RevPASS ist eine Metrik, die entwickelt wurde, um Skigebiete anhand des Umsatzes im Verhältnis zu einem Hauptnenner (Förderleistung/h) zu vergleichen. Sie wird durch Division der Einnahmen durch (Förderleistung/h*Anzahl der Tage) berechnet und kann verwendet werden, um den relativen Erfolg eines Tages, einer Woche, eines Monats, eines Jahres, eines Produkttyps, etc. zu vergleichen. Wir betrachten RevPASS als eine großartige vereinheitlichende Metrik für die Branche. Wenn beispielsweise Skigebiet A in einer 120-tägigen Saison 1 Mio. CHF Umsatz im E-Commerce erzielt hat und Skigebiet B in einer 150-tägigen-Saison ebenfalls 1 Mio. CHF umsetzte, wer war im E-Commerce dann tatsächlich erfolgreicher? Unter der Annahme, dass beide die gleiche Förderleistung/h hatten, war Resort A erfolgreicher. Aufgrund des großen Resort-Netzwerks der Liftopia-Plattform können wir unseren Partnern anhand dieser Metriken dabei helfen, ihre Leistung im Vergleich zu anderen Resorts zu verstehen und Benchmarks festzulegen.

Obwohl sich Skigebiete natürlich von der Hotel- und Luftfahrtbranche unterscheiden, ist die Verwendung relativer Metriken erforderlich, um verstehen zu können, wie effektiv eine Preisstrategie im Verhältnis zur Branche und der Konkurrenz ist. Im Gegensatz zu anderen Kennzahlen, die in der Skibranche üblich sind, gibt RevPASS für einen bestimmten Zeitraum deutlicher Aufschluss über den tatsächlichen Erfolg. Und zieht man daraus die richtigen Schlüsse, kann sich diese Metrik am Ende positiv auf das Ergebnis auswirken.

Autor: Kathryn Quinn

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